Seit dem 30.04.2009 sind wir mit Zulassung des Landesgesundheitsamtes, Landesamt für Versorgung und Soziales, Land Brandenburg als Entnahmeeinrichtung zur Knochenzüchtung zugelassen.
(Erlaubnisnummer: 44-5421.03-codon/ 28 /30.04.2009)



Sehr häufig fehlt in der Implantatregion, besonders in der Kieferhöhle Knochen zur Abstützung der Implantate. Dann wird ein Knochenaufbau, ein so genanntes Augmentat benötigt.

 

Augmentatbereich

Raum zwischen rosa und grüner Linie kennzeichnet den Augmentatbereich.
Um dieses Volumen muss die Kieferhöhle verkleinert werden um eine stabile Implantatbedeckung und -einwachsung zu bekommen.

Wird dieser Raum durch ein Fremdmaterial aufgebaut muss dieses durch Körperzellen von außen eingewachsen werden. Mit der co.don osteotransplant® DENT – Technik (co.don AG, Teltow) sind wir in der Lage Knochenzellen und Blut vom Patienten zu entnehmen, lebende eigene Knochenzellen züchten zu lassen und das Aufbaumaterial damit während der OP zu besiedeln. Dadurch wird die Implantatintegration beschleunigt und der Knochenaufbau vom ersten Tag mit Knochenzellen durchsetzt, was sonst Monate dauert.

Zellentnahme

Die lebenden Knochenzellen werden in einem kleinen Ersteingriff aus der Weisheitszahnregion des Patienten
sowie 250 ml Blut aus der Vene im Arm, ähnlich einer Blutspende entnommen

Zellgewinnung

In einem aufwendigen Verfahren werden die Zellen aus dem Knochen des Patienten gewonnen
und unter Reinraumbedingungen 3 Wochen kultiviert. So werden viele 100.000 Zellen für die OP bereitgestellt.

Einbringung

Gesunde Knochenzellkultur im histologischen Präparat.
Das verwendete Aufbaumaterial wird mit den Knochenzellen beimpft und in den Defekt oder aufzufüllenden Raum eingebracht.

Einscheidung

Die Aufbaupartikel werden vom ersten Tag nach der OP umwachsen und schnell in lebenden Knochen eingeschieden,
um dann später durch Knochen ersetzt zu werden. Hierbei spielt die richtige Augmentatmaterialauswahl eine wichtige Rolle.

Mit dem Verfahren kann in verkürzter Zeit ein belastungsfähiger Knochenaufbau realisiert werden. Das effektiv aufzubauende Volumen ist größer als bei alleiniger Verwendung von Fremdmaterial. Mit dieser Methode ist es möglich in vielen Fällen die Entnahme und Transplantation von Knochen am Beckenkamm zu vermeiden.
Bei extremen Knochendefiziten kann auch ein zweizeitiges Vorgehen notwendig werden: erst den Knochenaufbau und in einem zweiten Eingriff die Implantation.


Die Kosten der Knochenzüchtung von 3500,- € sind vom Patienten allein zu tragen.